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  • Deutscher Pkw-Markt: Vorkrisenniveau weiterhin nicht in Sicht
  • Inlandsproduktion und Export erneut im Minus

Berlin, 04. August 2021
Im Juli wurden in Deutschland 236.400 Pkw neu zugelassen. Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dies ist der erste monatliche Rückgang nach vier Wachstumsmonaten in Folge. In den ersten sieben Monaten wurden 1,6 Mio. Pkw neu zugelassen. Damit wurde der Vorjahreswert um 7 Prozent überschritten. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2019 vor der Corona-Krise wurden jedoch ein Viertel weniger Pkw neu zugelassen. Damit ist das Vorkrisenniveau auf dem deutschen Pkw-Markt weiterhin nicht in Sicht.

Die Elektro-Neuzulassungen stiegen im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 55 Prozent auf 55.650 Einheiten. Der Anteil von E-Pkw an den gesamten Neuzulassungen betrug somit 23,5 Prozent. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) legten um 52 Prozent zu, die von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 58 Prozent.

Die neuen Aufträge aus dem Inland blieben im Juli 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus knapp 7 Prozent. Das Auslandsgeschäft präsentiert sich aktuell nur etwas besser: Hier verbuchten die deutschen Hersteller im Juli einen Rückgang der Order von 14 Prozent. Seit Januar gingen jedoch 24 Prozent mehr Aufträge aus dem Ausland ein.

Die Produktion in den deutschen Automobilwerken ging im Juli erneut zurück. Insgesamt wurden 246.600 Pkw gefertigt (-25 Prozent). In den ersten sieben Monaten belief sich die Inlandsproduktion auf knapp 2,0 Mio. Pkw (+9 Prozent). Nach wie vor bleiben die Lieferengpässe bei Halbleitern ein Hindernis für die Produktion. Auch der Export fiel im Juli: Es wurden 172.200 Pkw (-27 Prozent) ins Ausland abgesetzt. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 1,5 Mio. Pkw (+11 Prozent) an Kunden aus aller Welt ausgeliefert.

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