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  • Europaweite Forschungsinitiative PowerizeD für intelligente Leistungselektronik gestartet
  • Infineon koordiniert 62 Forschungspartner

München, 7. Februar 2023 – Mehr als 100 Vertreter*innen von 39 Unternehmen und 23 Forschungseinrichtungen treffen sich heute zum Kick-off-Meeting der europäischen Forschungsinitiative PowerizeD auf dem Campeon, dem Sitz der Infineon Technologies AG. Sie setzen auf Intelligenz in der Leistungselektronik und wollen damit einen Beitrag leisten, die europäische Gesellschaft zu dekarbonisieren und unser Klima zu schützen. PowerizeD soll Nachhaltigkeit und Resilienz der europäischen Energiekette von der Erzeugung bis zur Anwendung auf ein neues Niveau heben und die technologische Souveränität Europas stärken. 62 Forschungspartner aus 13 europäischen Ländern sind Teil des europäischen Großprojekts mit einem Gesamtvolumen von 72 Millionen Euro. PowerizeD adressiert eine neue Technologieebene und setzt verstärkt auf die Digitalisierung von Power-Anwendungen. Die Infineon Technologies AG hat das Projekt initiiert, partizipiert aktiv mit mehreren Unternehmensbereichen und hat die Gesamtkoordination inne.

„Um das Net-Zero Ziel für den Klimaschutz zu erreichen, müssen wir Energie höchsteffizient nutzen. Dabei hilft uns die Digitalisierung – sie liefert ganz entscheidende Hebel für mehr Energieeffizienz“, sagt Constanze Hufenbecher, Chief Digital Transformation Officer von Infineon. „Wir freuen uns, dass wir unsere Kräfte mit so vielen exzellenten Partnern aus Forschung und Wirtschaft bündeln können, um die ambitionierte europäische Forschungsinitiative PowerizeD gemeinsam zum Erfolg zu führen.“

„Leistungselektronik ist ein Schlüssel zur Energiewende. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo Strom erzeugt, übertragen und effizient genutzt wird“, sagt Dr. Rutger Wijburg, Chief Operations Officer von Infineon. „Die große Bandbreite, in der sie zum Einsatz kommt, macht es so wichtig, dass wir in Kooperation mit Partnern über Unternehmens- und Organisationsgrenzen hinweg Fortschritte erzielen, die Europa als Innovationstreiber stärken.“

Der Fokus der Projektpartner zielt auf Anwendungen aus den Bereichen Energie und Mobilität. In 17 Demonstrationspfaden wird es unter anderem um die Verbesserung für Antriebe der Bahnindustrie, um Ladesysteme der Automobilindustrie, um Flüssigbatterien für die Energiewirtschaft sowie um Antriebe für die produzierende Industrie gehen. Bereichsübergreifend werden sich die Forschenden auch mit Themen wie Modellierung und Digitaler Zwilling, Federated Learning sowie Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit beschäftigen.

Die neu entwickelten Schlüsseltechnologien sollen konkret umgesetzt und demonstriert, sowie in einer großen Anzahl von universell anwendbaren Ergebnissen bewertet werden. Zu den unmittelbaren Projektzielen gehören

  • die Verringerung der Verlustleistung in der Energiewandlung um 25 Prozent,
  • die Verlängerung der Lebensdauer von Geräten und Systemen um 30 Prozent,
  • die Reduzierung der Chipgröße um mindestens 10 Prozent und
  • die Verkürzung der Entwicklungszeit um herausfordernde 50 Prozent.

Technologisch soll PowerizeD den Grad der mechanischen und elektrischen Integration der Steuer-, Treiber- und Schaltfunktionalität in einer Komponente erhöhen und eine gesamtheitliche Optimierung aller Leistungsschalter­funktionalitäten, unabhängig vom verwendeten Halbleitermaterial, vorantreiben. Neue Schaltungstopologien und fortschrittliche Steuerungsstrategien unter Anwendung von künstlicher Intelligenz sollen den effizienten, robusten und zuverlässigen Betrieb noch weiter verbessern.

Die Europäische Union fördert PowerizeD im Rahmen des gemeinsamen Programms für digitale Schlüsseltechnologien (Key Digital Technologies Joint Undertaking, KDT JU) ihrer digitalen Agenda mit rund 18 Millionen Euro, die von den nationalen Regierungen der beteiligten Länder in gleicher Höhe ergänzt werden. Die Fördermittel aus Deutschland werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitgestellt. Eine Übersicht über alle Projektpartner und Förderorganisationen befindet sich auf der Projektwebsite. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird voraussichtlich im Dezember 2025 enden.

Weitere Informationen zum Projekt und den Projektpartnern bietet die Website www.powerized.eu.

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