• Gestensteuerung dank Infineon-Radartechnologie in Google Pixel 4 Smartphone
  • Ob für künstliche Intelligenz, Augmented Reality oder das Internet der Dinge – 5 Milliarden Menschen weltweit 1 werden im kommenden Jahr ihre Umgebung mit smarten Geräten erfassen

München, Deutschland, 15. Oktober 2019 – Ob für künstliche Intelligenz, Augmented Reality oder das Internet der Dinge – 5 Milliarden Menschen weltweit 1 werden im kommenden Jahr ihre Umgebung mit smarten Geräten erfassen. Die Infineon Technologies AG hat einen 60 GHz Radarchip entwickelt, der eine neue Form der Interaktion zwischen Nutzern und ihren Geräten ermöglicht. Über ein integriertes Antennensystem nimmt er hoch präzise die Anwesenheit und Bewegung von Menschen und Gegenständen wahr oder misst Abstände und Geschwindigkeiten. Dieser Chip ist die Basis für Google‘s Soli Technologie und wurde nun erstmals in ein Smartphone eingebaut, so dass dieses auch durch Gesten gesteuert werden kann.

„Dank unserer Radar-Technologie werden Geräte ‚kontext-bewusst‘. Das bedeutet, dass sie endlich ihr Umfeld verstehen und wesentlich zielgerichteter reagieren können“, sagt Andreas Urschitz, Divisionspräsident für den Bereich Power Management und Multimarket der Infineon Technologies AG. „Die präzise Bewegungserfassung durch den 60 GHz Radarchip wandelt das Google Pixel 4 Smartphone beispielsweise in Gestensteuerung um. Das ist eine Revolution für die Mensch-Maschine-Interaktion. Bei Infineon arbeiten wir darüber hinaus bereits an der Fusion mehrerer Sensoren, um die Interaktion weiter zu vereinfachen und den Nutzen der Geräte zu vergrößern.“

Hervorgangen ist die Radar-Technologie bei Infineon aus dem Automobilbereich, Radarsensoren messen seit Jahrzehnten effektiv Abstände, Geschwindigkeiten und Bewegungen beim Fahren. Diese Funktionen hat Infineon für Kleingeräte weiterentwickelt. Der 60 GHz Chip ist ein komplettes Radarsystem mit Antennen auf kleinster Fläche (5 x 6,5 mm) bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch. Er kann Bewegungen in Räumen wahrnehmen oder Abstände von Objekten im Millimeter-Bereich höchst präzise messen. Mit einer entsprechenden Software werden die Bewegungsdaten in Funktionen umgewandelt, so dass die Steuerung über Gesten gelingt, ohne das Gerät zu berühren.

Geräte und Gebäude erfassen ihre Umwelt wie mit menschlichen Sinnen

Infineon entwickelt Sensoren und Chips, die wie die menschlichen Sinne die Umwelt erkennen und die gewonnenen Daten verarbeiten. Ziel ist es, eine mühelose Interaktion zu ermöglichen und gleichzeitig intelligente Funktionen zu nutzen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Durch die Fusion mehrerer Sensoren in einem Gerät entstehen neue Lösungen, die beispielsweise die Luftqualität messen und verbessern oder den Einbruchschutz intelligent steuern. Neben Sprachassistenten, ‚intelligenten‘ Hausgeräten oder Wearables werden insbesondere Gebäude, so genannte Smart Buildings, interaktiver. Sensoren erkennen die Anzahl der Menschen in den Räumen oder können den Bedarf für Lichtquellen anpassen, um die Sicherheit und Energieeffizienz zu verbessern.

1 Quelle: International Data Corporation (IDC).

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