• Um das autonome Fahren Realität werden zu lassen, fokussiert HELLA die Entwicklung einer Fail-Operational-Ausführung
  • HELLA baut globale Produktionskapazitäten bis 2019 weiter aus

Lippstadt, 17. Januar 2018. Die immer strengeren Vorschriften für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes verlangen kraftstoffeffiziente Produkte. Darüber hinaus erfordert insbesondere das autonome Fahren zuverlässige und präzise Lenksysteme. Um beide Trends zu unterstützen und weiter voranzutreiben, produziert der Licht- und Elektronikspezialist HELLA bereits seit 2010 Lenksteuerungsmodule (Electronic Control Unit, ECU) für die elektrische Servolenkung (EPS, Electrical Power Steering). Diese ermöglicht eine bedarfsgerechte Unterstützung der Lenkung mithilfe eines elektronisch gesteuerten Elektromotors. Dies spart Energie ein. Am Produktionsstandort in Deutschland ist jetzt das 20-millionste Modul vom Band gelaufen.

Steuerungssysteme erleichtern nicht nur das Rangieren des Fahrzeuges und verbessern die Kraftstoffeffizienz, sondern bilden auch die Basis, diverse Funktionen für das automatisierte Fahren, wie Spurhalteassistenz oder automatisiertes Einparken, umzusetzen. "Insbesondere für das teil- oder vollautonome Fahren sind darüber hinaus zunehmend aktive Sicherheitssysteme nötig, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen", sagt Frédéric Laure, Vice President Head of Program Management Steering bei HELLA. Daher entwickelt der Automobilzulieferer seine Steuerungsmodule kontinuierlich weiter und bietet sie in einer Fail Operational Ausführung an. Das bedeutet, dass im Falle eines Fehlers in der Elektronik das System nicht abgeschaltet wird, sondern die Servounterstützung weiterhin funktioniert. Mit der Fail Operational Funktion hat HELLA somit eine wichtige Basis gelegt, damit das Steuerungsmodul für das automatisierte Fahren gemäß Level 4 geeignet ist. Nach der Definition des Berufsverbands der Automobilingenieure (Society of Automotive Engineers, SAE), ist auf diesem Level bei bestimmten Anwendungsfällen keine Interaktion seitens des Fahrers mehr erforderlich.

In den kommenden Jahren baut HELLA die Produktionskapazität für Lenksteuerungsmodule weltweit aus. Aktuell produziert der Automobilzulieferer diese in Deutschland und China. Bis 2019 will das Unternehmen die Module auch in Rumänien, Mexiko, Brasilien und Indien produzieren. "Damit rücken wir noch näher an unsere Kunden und können ihre Anforderungen schneller erfüllen", sagt Frédéric Laure. So lassen sich beispielsweise die Module nach Kundenanforderungen individualisieren. Automobilhersteller profitieren mit den HELLA Lösungen für das Lenksystem von einem skalierbaren und flexiblen Geschäftsmodell. Angefangen bei einem Built-to-Print Service bietet HELLA auch weitere Entwicklungsdienstleistungen an. Kunden können aber auch direkt ein fertig montiertes Produkt beziehen. Hierbei übernimmt HELLA dann die mechanische Integration sowie Hardware- und grundlegendes Softwaredesign.

HELLA zählt zu den drei führenden Anbietern von EPS-Systemen bzw. Lenksteuerungsmodulen in Europa. Weltweit vertrauen Automobilhersteller auf die langjährige Expertise des Unternehmens. Das Spektrum der Fahrzeuge, die mit einem EPS-Steuergerät von HELLA ausgerüstet sind, reicht von der Mittelklasse bis zum Premium-Segment und schließt auch diverse Sportwagen mit ein.

© HELLA KGaA Hueck & Co.

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