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Vorne auf dem Eagle-Eyes AIM Industrie-PC von EFCO befinden sich vier GbE-Schnittstellen mit PoE, die 16 digitalen I/Os sowie rechts unten ein kleines Display, das für Diagnoseanzeigen, aber auch zur Darstellung von Firmenlogos des Kunden genutzt werden kann. Die vier COM-Schnittstellen (einschließlich RS-485) befinden sich auf der Rückseite. © EFCO Electronics

  • IPC-Plattform von EFCO vereinfacht die Systemeinbindung von Assistenzsystemen
  • Die “Null-Fehler-Produktion“ rückt in greifbare Nähe

Die Welt des Mittelstands ist geprägt durch „high-mix, low-volume“, also viele Serien mit überschaubaren Stückzahlen. Das macht die Personalplanung schwierig, denn nicht jeder Mitarbeiter “kann” alle Produkte. Eine Lösung versprechen Assistenzsysteme, welche die Werker aktiv unterstützen. Das sorgt für Flexibilität in der Planung und reduziert den Stress in der Produktion. Damit alle profitieren und die Reise unaufhaltsam in Richtung „Null-Fehler-Produktion“ geht, muss es “nur” noch gelingen, die Assistenzsysteme von ihren Inseln zu holen und sie in die komplexen Produktionssysteme der mittelständischen Realität einzubinden.

Moderne Assistenzsysteme sind „digitale Zwillinge“ der altbekannten Handlungs- und Montageanweisung; aber ohne deren Nachteile. Mit sprachunabhängigen Bildern oder Video-Sequenzen helfen sie, Teile eindeutig zu identifizieren und komplexe Vorgänge Schritt-für-Schritt richtig auszuführen. Soweit die Theorie. In der Praxis stoßen die Systeme aber schnell an die Grenzen ihrer jeweiligen Insel. Denn schon die Einbindung eines Drehmomentschraubers in den Ablauf erfordert Kommunikation über die Systemgrenzen hinweg:

  • Freigabe des Schraubers nur für bestimmte Arbeitsschritte
  • automatische Einstellung des Anzugsmoments, abhängig von Schraube und Arbeitsschritt
  • Einlesen und Bewerten der Rückmeldung des Schraubers über das Erreichen/Nichterreichen des vorgegebenen Drehmoments

Mit SOFA - Software für Assistenzsysteme - hat die Peter Schulz Software & Engineering GmbH aus dem bayerischen Weiden nun eine universelle Kommunikationsplattform geschaffen. SOFA ist mit allem ausgestattet, was die Digitalisierung in den meist mittelständischen Produktionsbetrieben erfordert. Angefangen bei TCP/IP-Protokollen für die Kommunikation mit IPCs oder überge­ordneten Leit- oder Produktionssteuerungssystemen, über Routinen zur Bildverarbeitung, bis hin zu Datenbankanwendungen für die Rückverfolgbarkeit (Traceability) und entsprechender Protokollierung der Arbeitsschritte.

Dabei war es für das Unternehmen Scholz von entscheidender Bedeutung, alle Schnittstellen offen anzulegen. Denn die Anwendung entscheidet, welche Tools im Projekt zum Einsatz kommen: Reicht für die eine Aufgabe ein Linearsystem, um mittels Kamera zu prüfen, ob alle Schrauben, THT-Bauteile oder Stecker richtig angebracht sind, ist an anderer Stelle ein Cobot für komplexe Kamerabewegungen erforderlich.

Gleichberechtigt neben diese Flexibilität der Software tritt die passend skalierbare Hardware in Form eines langzeitverfügbaren Industrie-Rechners von EFCO. Dieser ist nicht nur mit modernen Schnittstellen wie GbE oder USB-3.0 ausgestattet, sondern auch mit „alten“ seriellen Industrie-Standards wie RS-485. Für “exotische Schnittstellen” lassen sich auch die 16 galvanisch getrennten DIOs der EFCO-Rechner zweckentfremden, die sonst eigentlich für das Realisieren einfacher Steuerungsaufgaben ohne SPS gedacht sind.

Für die IPCs von EFCO spricht zudem ihre weitgehende Wartungsfreiheit, der Aufbau ohne Lüfter und drehende Teile, das robuste Gehäuse, sowie eine einfache Konfigurierbarkeit entsprechend der Aufgabe. Findet die Bildverarbeitung beispielsweise direkt in der smarten Kamera statt, reicht ein sparsam ausgestatteter Industrie-PC mit Gigabit-Ethernet und PoE (Stromversorgung der Kameras über das Netzwerkkabel aus dem IPC). Sollen aber Bilder von mehreren Kameras parallel verarbeitet werden, muss der Industrierechner entsprechend rechenstark sein.

“An EFCO gefällt uns, dass sie nicht nur die Industrierechner und Zusatzmodule in Deggendorf im Lager haben, sondern vor allem, dass im Design-In und im Support kompetente Leute sitzen, die ihren Job beherrschen“, fasst ein Projektmanager bei Scholz seine Erfahrungen zusammen. „Bei dem bisher einzigen aufgetretenen Problem hat EFCO so schnell reagiert, dass der Endkunde das nicht einmal bemerkt hat.“

Weitere Informationen

https://www.scholzsue.de/visionsysteme-ready-to-use/arbeitsplatz-assistenzsysteme/software-fuer-assistenz-systeme/
www.efcotec.de

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