• VDA fordert Elektrifizierung des Jakobsweges
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Kultur- und Freizeitgebiete – EU sollte Pilotprojekt im Klimapaket „Fit for 55" berücksichtigen

Berlin, 01. April 2021 - Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert den Aufbau von Ladeinfrastruktur entlang des Jakobsweges. „Das Interesse am E-Auto steigt in allen Lebensbereichen. Neben dem Aufbau von Lademöglichkeiten am Wohnort, im Handel und am Arbeitsplatz müssen auch öffentliche Straßen entlang wichtiger Kultur- und Freizeitgebiete berücksichtigt werden. Der Jakobsweg eignet sich hierfür hervorragend als Pilotprojekt und sollte von der Europäischen Union im Rahmen des Klimaprogrammes ‚Fit for 55‘ berücksichtigt werden“, erklärt Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie.

Eine aktuelle Studie des britischen Institutes Mobility and Environment belegt, dass sich 73 Prozent der Pilger, die den Jakobsweg im Jahre 2019 genutzt haben, für ihre Reise ein breiteres Mobilitätsangebot gewünscht hätten. Die Studie „Rethinking pilgrimage“ weist den Ausbau der Elektromobilität an der Spitze der Wünsche aus. 41 Prozent der Befragten geben an, für einzelne Etappen oder die ganze Strecke gern ein Elektroauto genutzt zu haben. 34 Prozent sprachen sich für die Nutzung von Fahrrädern aus, 31 Prozent für E-Bikes und 16 Prozent für E-Roller. Nur 19 Prozent der Befragten gaben an, die Strecke auch weiterhin ausschließlich zu Fuß gehen zu wollen. Die Präferenz für das E-Autos resultiert aus der Möglichkeit, mit mehreren Personen gemeinsam reisen und auch Gepäck mitführen zu können, so die Studie. Des Weiteren geben die Befragten an, dass ihnen neben dem Klimaeffekt auch die geringe Lärmbelastung von E-Autos wichtig ist, da sie andere Pilger nicht beeinträchtigen wollen.

Die Beliebtheit von Elektromobilität steigt in ganz Europa. Im vergangenen Jahr verzeichnete der europäische Elektro-Pkw-Markt einen Zuwachs von 143 Prozent. Umso wichtiger ist der Ausbau der Ladepunkte in ganz Europa. Derzeit konzentrieren sich 82 Prozent der Ladeinfrastruktur auf drei Staaten – die Niederlande, Deutschland und Frankreich. In vielen Ländern sind Ladepunkte so gut wie gar nicht vorhanden.

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