• Kreislaufwirtschaft: Sicherheitslösungen von Infineon verlängern Produkt-Lebenszyklus und unterstützen nachhaltigen Wirtschaftsansatz

München, 25. September 2023 – Globale Ressourcen werden immer knapper und ein verantwortungsbewusster Umgang mit ihnen ist entscheidend, um dem Klimawandel zu begegnen. Mit über 57,4 Millionen Tonnen Abfall jährlich im Wert von fast 60 Milliarden Dollar (2021) [1] ist Elektroschrott einer der größten Abfallströme weltweit. Ein möglicher Ausweg aus dem Mülldilemma: Die eingesetzten Ressourcen müssen so lange wie möglich in der Wertschöpfungskette zirkulieren. Diese sogenannte Kreislaufwirtschaft hilft dabei, den Lebenszyklus von Produkten zu verlängern sowie Ressourcen und Energie zu sparen. Dabei spielt die Verfügbarkeit von zuverlässigen Ersatzteilen für elektronische Geräte eine wichtige Rolle. Authentifizierungslösungen wie die OPTIGA™ Authenticate Produktfamilie von Infineon helfen bei der Verifizierung von Ersatzteilen und Originalprodukten und tragen so zu einem vertrauenswürdigen, nachhaltigen Wirtschaftsansatz bei.

Definiert wird der zirkuläre Ansatz für elektronische Produkte durch das sogenannte 6R-Konzept, mit den Elementen Reduce, Reliability, Repair, Reuse, Refurbish und Recycle. Das Thema Kreislaufwirtschaft ist für Infineon aus verschiedenen Blickwinkeln wichtig: Zum einen finden diese Prinzipien im eigenen Abfallmanagement Anwendung, beispielsweise in der Wiederverwendung von Lösungsmitteln in der Fertigung. Auch im Produktdesign zielt Infineon darauf ab, den Einsatz von Ressourcen und bedenkliche Abfälle zu reduzieren sowie kritische Materialien zu ersetzen. Außerdem unterstützen Lösungen von Infineon herstellende Unternehmen dabei, innovative und nachhaltigere Produkte auf den Markt zu bringen, die den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft folgen.

Nachhaltig und verlässlich dank OPTIGA™ Authenticate Sicherheitslösungen

Ein Beispiel für einen regulatorischen Ansatz zur Unterstützung einer Kreislaufwirtschaft ist die sogenannte „Right to Repair"-Initiative. Sie findet sich unter dem Dach des europäischen Green Deal und in nationalen Nachhaltigkeitsprogrammen weltweit. Sicherheitslösungen von Infineon wie die OPTIGA Authenticate Produktfamilie unterstützen fertigende Unternehmen dabei, zentrale Herausforderungen der neuen Vorschriften effizient und zielgerichtet umzusetzen und so den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

„Right to Repair" zielt ebenso wie die Batterie- und der Vorschlag zur Ökodesign-Verordnung der Europäischen Union darauf ab, Ressourcen zu sparen und die Energieeffizienz von Produkten zu optimieren. Durch das „Right to Repair" besitzen Verbraucherinnen ein Recht auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. In vielen Fällen muss zudem berücksichtigt werden, dass die Möglichkeit der Reparatur eines elektronischen Produkts durch fachfremde Personen gewährleistet werden muss. Die Hersteller stehen also vor der Herausforderung, ihre Garantieansprüche zu erfüllen, aber auch Ersatzteile bereitzustellen und gleichzeitig die Qualität ihrer Marke und ihr geistiges Eigentum zu schützen sowie die Sicherheit der Endverbraucherinnen zu gewährleisten.

„Die OPTIGA Authenticate Produktfamilie ermöglicht die Authentifizierung von elektronischen Endgeräten, die Überprüfung von Ersatzteilen und die Echtheit von Originalprodukten. Das sorgt für Produktsicherheit bei Endverbraucherinnen und hilft herstellenden Unternehmen, die Qualitäts- und Leistungsstandards ihrer elektronischen Produkte einzuhalten", erklärt Josef Haid, Distinguished Engineer Security System Architectures bei Infineon Technologies. „So schaffen wir mehr Verlässlichkeit und Transparenz für Verbraucherinnen, da diese auf die Echtheit und Qualität von Geräten oder Ersatzteilen vertrauen können. Außerdem eröffnet das der Industrie durch die gesteigerte Nachfrage nach Ersatzteilen einen neuen Markt, deckt mögliche Garantieansprüche ab und verhindert gleichzeitig den Einsatz von Produktfälschungen."

Authentifizierung – zum Schutz von Produkt und Verbraucher*innen

OPTIGA Authenticate Sicherheitslösungen besitzen ein breites Anwendungsspektrum und lassen sich in eine Vielzahl auswechselbarer Komponenten integrieren. Im Smartphone können diese beispielsweise zur Authentifizierung von Akku, Display, Kameramodulen sowie Stromadapter, drahtlosen Ladegeräten oder Kopfhörer (siehe Grafik) verbaut werden.

Auch ein Einsatz in weiteren elektronischen Geräten wie zum Beispiel Elektrowerkzeugen, Notebooks, leichten Elektrofahrzeugen, Multikoptern oder Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen ist möglich. Der zugrundeliegende Mechanismus ist dabei sehr einfach: Der OPTIGA Authenticate S Sicherheitschip wird in ein Produkt integriert, zum Beispiel in die Batterie (Client) eines E-Scooters (Host). So kommunizieren Host und Client miteinander und können sich authentifizieren. Das ermöglicht dem Host zu überprüfen, ob es ein originaler Akku ist oder dieser bestimmten Standards entspricht. Der Authentifizierungsprozess selbst wird durch den Austausch von Zertifikaten, Schlüsseln und kryptografischen Aufgaben gesteuert.

Authentifizierungslösungen wie die OPTIGA Authenticate Produktfamilie helfen herstellenden Unternehmen, die gesetzlichen Anforderungen einfach und kosteneffizient zu erfüllen und ihre Marke zu schützen. Mit der OPTIGA Authenticate Produktfamilie geht Infineon damit einen weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft und unterstützt seine Kunden in der Entwicklung nachhaltigerer Lösungen.

[1] https://pacecircular.org/action-agenda/electronics

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