• Metz Connect auf der SPS 2023 in Nürnberg in Halle 9, Stand 305
  • Metz Connect erweitert das SPE-Produktportfolio um Leiterplatten-Buchsen und Patchkabel

Blumberg, 12. September 2023 – Metz Connect, ein Marktführer in der Verbindungstechnik und passiven Netzwerktechnik, stellt sich mit neuen Produkten, die auf dem Standard IEC 63171-6 basieren, auf die zukünftige Verbreitung von Single Pair Ethernet (SPE) ein. Das Unternehmen, das sich seit 2020 im SPE Industrial Partner Network engagiert, bringt nun SPE-Leiterplattenbuchsen und Patchkabel für den IP20-Bereich auf den Markt.

Damit bietet Metz Connect eine durchgängige SPE-Lösung für die Leiterplattenseite einschließlich zugehöriger Kabel, um die schlanke und leistungsstarke SPE-Infrastruktur zur Ethernet-Kommunikation mit Übertragungsraten bis 1000 Mbit/s zu unterstützen. Klemmentechnik für SPE-Schnittstellen, beispielsweise zur Einbindung der Sensorik bzw. Aktorik der Feldebene, hat das Unternehmen schon länger im Produktprogramm.

SPE-Verbindungen für Leiterplatten und Feldgeräte

Die gewinkelten SPE-Leiterplatten-Anschlussbuchsen (waagrechte Steckrichtung) mit geschirmtem Gehäuse sind mit einer Länge von 14,9 mm und einer Breite und Höhe von weniger als 1 cm sehr kompakt und mit der Through-Hole-Reflow-Technologie (THR) in automatisierten Produktionsprozessen verarbeitbar. Somit lassen sich Bestückungskosten senken, da einige Prozessschritte der normalen THT-Bestückung entfallen.

Daneben bringt Metz Connect auch vollgeschirmte Patchkabel in der Ausführung AWG 26/7 auf den Markt. Die Kabel in T1-Kodierung, die in Längen von 0,3 m bis 20 m verfügbar sind, eignen sich für die Übertragung sowohl von Daten bis 1000 Mbit/s als auch von Energie (Power over Data Line, PoDL mit 3,5 A bei 60 V DC). Sie werden in geschützten Bereichen eingesetzt, wo die Schutzart IP20 ausreicht, beispielsweise im Schaltschrank.

SPE-Verkabelungstechnologie ersetzt konventionelle Bussysteme

Für Metz Connect ist das Single Pair Ethernet eine neue wegweisende Technologie zur Datenübertragung im Bereich der Ethernet-Kommunikation. Die Anschlusstechnik ist deutlich kleiner als bisherige Bussysteme. Somit können im Zuge einer Miniaturisierung mehrere Anschlüsse auf gleichem Platz untergebracht werden. Wo bisher 4 oder 8 Adern notwendig waren, genügen jetzt 2 Adern.

SPE ermöglicht auch die Integration der Sensorik und Aktorik in der Feldebene in ein einheitliches IP-basiertes Ökosystem. Aufgrund des gleichen IP-Protokolls von der Feldebene bis zur Cloud gehören viele bisherige Schnittstellen und Gateways, die zur Übersetzung der jeweiligen Protokolle nötig waren, ab sofort der Vergangenheit an.

Kerstin Lux, SPE-Produktmanagement bei Metz Connect sagt hierzu: „Single Pair Ethernet wird sich im Markt durchsetzen. Schon jetzt ist festzustellen, dass das Interesse an SPE-Produkten zunimmt, insbesondere an Steckverbindern und Verkabelungskomponenten. Zudem werden derzeit immer mehr SPE-fähige Geräte realisiert. Anstelle bisheriger Bussysteme werden zukünftig deutlich mehr Anwendungen ausschließlich über SPE abgebildet.“

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