• Saubere Luft für Mitarbeiterschutz und Prozesssicherheit

Um die sichere Absaugung der Schadstoffe am Entstehungsort zu gewährleisten, setzen die Fachleute für selektive Lötprozesse der Eutect GmbH seit 2015 Absauganlagen und Filtersysteme der Klepp Absauganlagen GmbH ein. Das dient nicht nur dem Mitarbeiterschutz, sondern sichert auch einwandfrei reproduzierbare Lötprozesse ab.

„Lötrauchabsaugungen spielen innerhalb unserer Anlagen eine wichtige Rolle. Denn auch wenn die Prozesse automatisch durchgeführt werden, sollen Mitarbeiter vor Lötrauch und anderen Luftverschmutzungen geschützt werden. Hinzu kommt, dass wir in unseren Prozessanlagen Optiken und Kamerasysteme einsetzen, die ebenfalls unter Lötrauch und den dazugehörigen Ablagerungen leiden“, führt Lars Iwers, Vertriebler der Eutect GmbH aus. Gerade bei präzisen Lötprozessen wie dem Laserlöten, in denen eine hochwertige Optik verbaut ist, Kameras zur Parameterüberwachung dienen und somit auch den Prozess steuern, ist eine Absaugung aller störender Partikel unablässig.

Daher wird im Rahmen eines Anlagenprojektes immer geprüft, welche Luftverunreinigungen entstehen können und wie sich diese auf die Umwelt auswirken. Anhand dieser Prüfung werden schlussendlich auch die Spezifikationen einer Absaugung und dem dazugehörigen Filtersystem definiert, wie zum Beispiel im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Unternehmen Eutect und Klepp für einen österreichischen Automobilzulieferer. Für die drei Standorte des Zulieferers in Österreich, Tschechien und Serbien galt es zu prüfen, welche Schadstoffe in dem selektiven Lötprozess anfallen. Die Experten von Eutect und Klepp kamen zu dem Ergebnis, dass neben Lötrauch auch andere Gase und Partikel, welche durch das Löten im Prozess entstehen, zuverlässig gefiltert und abgesaugt werden müssen.

„Während der Evaluation waren für uns die Lösungskompetenz der Experten von Klepp der entscheidende Faktor, das System zu integrieren“, betonte Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect GmbH. So wurde das Filtern und Absaugen von Schadstoffen mittels einer individuell angepassten Anlage erzielt, welche die Schadstoffe direkt am Entstehungsort aufnimmt. Dabei konzentrierten sich die Planer auf die Art der Schadstoffe sowie auf den Entstehungsort, um die größtmögliche Absaugeffizienz zu erzielen. „Gerade beim Thema Absaugung starten oftmals die Überlegungen nach Fertigstellung der Anlagen, so dass der Platzbedarf und die Möglichkeiten für die Absaugung sehr begrenzt sind und Standardlösungen nicht funktionieren. Zusammen mit Eutect versuchen wir so früh wie möglich das Thema in die Anlagenentwicklung einzubinden, so dass wir störende Anpassungen und Änderungen vermeiden können“, erläutert Gisela Klepp, Geschäftsführerin der Klepp GmbH.

Bei diesem Projekt war die vorgesehene Fläche für das System durch die Produktionslinie vorgegeben und bot keinen Spielraum. Die Absaugung von unterschiedlichen Schadstoffen, in diesem Fall Lötrauch, Gase und Partikel, benötigen jedoch eine hohe Absaugleistung, welche die Luftmenge nicht verändern durfte. Durch den Einsatz dünnerer Schläuche von 15 mm Durchmesser (Standard 50-60 mm Durchmesser) konnte das System platzsparend integriert werden, wodurch sich allerdings neue Herausforderungen an die Absaugung stellten. „Dank unserer langjährigen Erfahrung konnten wir mit unserer eigenen Fertigung und unserem Prozessverständnis mit einem stärkeren Ventilator die Absaugleistung von 2.000 Pascal auf 10.000 Pascal erhöhen und somit die gewünschte Filterung erzielen“, ergänzt Frau Klepp.

In die Eutect-Anlage wurde schließlich die Klepp Absauganlage KGF 803 AK eingebaut, die mit einem Hochdruckventilator ausgestattet ist. Über ein Schlauchsystem werden die abgesaugten Schadstoffe dem Filtergerät zugeführt. Die gas- oder dampfförmigen Luftverunreinigungen werden mit Aktivkohlefiltern „absorbiert“. Hierbei werden Gase und Dämpfe an der Oberfläche eines festen, porösen Stoffes, in diesem Fall Aktivkohle, gebunden. Je nach Gas oder Verunreinigung wird die Aktivkohle unterschiedlich imprägniert. Die gereinigte Luft kann im Arbeitsraum verbleiben.

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